Schulprogramm
der
Regenbogenschule
Gemeinschaftsgrundschule Wildbergerhütte
Fast ein Jahr beschäftigten wir uns intensiv mit der Erstellung eines Schulprogramms.
Wir überlegten, diskutierten und schrieben zunächst alles auf, was unter den Bedingungen einer Schule in einer ländlichen Gemeinde wie Reichshof von uns erprobt wurde und sich als Jahresablauf für unsere Kinder gefestigt hat.
Aus den Gedanken zu unserer täglichen Arbeit heraus entwickelten wir dann Leitziele und wagten auch Zukunftsperspektiven, wie wir das Programm weiterentwickeln könnten.
Unser Schulprogramm soll nicht nur eine Bestandsaufnahme unserer pädagogischen Arbeit und ein Bericht gegenüber der Schulaufsicht sein, sondern auch ein Wegweiser für Eltern, deren Kinder unsere Schule besuchen oder besuchen werden.
Wir verstehen unser Schulprogramm als Momentaufnahme in einem fortwährenden Entwicklungsprozess. Deshalb gehen wir davon aus, dass Teile des Programms im Laufe der Zeit immer wieder überdacht und neu geschrieben werden.
Der Regenbogen - Namensgeber unserer Schule – war dabei nicht unser Hauptmotiv, prägte aber sicher den Hintergrund unserer Leitsätze. Denn wir wollen das Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft, Religion und Hautfarbe so gestalten, dass sich alle unter diesem Symbol wohl fühlen.
An dieser Stelle bedanken wir uns bei
allen, die inhaltlich und am Layout dieses Programms mitgearbeitet haben.
Wildbergerhütte, im Herbst 2000
Das Kollegium der Regenbogenschule
Wir sind eine Gemeinschaftsgrundschule am Rande von Wildbergerhütte in der Gemeinde Reichshof. Die Schule liegt in Waldnähe an einem Hang, umgeben von Feldern und Eigenheimen, ohne starken Straßenverkehr.
Zur Zeit haben wir 10 Klassen mit ca. 260 Schülern, die von 8 Lehrerinnen, 3 Lehrern und einer Lehramtsanwärterin unterrichtet werden. Ferner gehören noch der Hausmeister, die Sekretärin und die Betreuerin für die Kinder der Gruppe "Schule von 8 – 13 Uhr" dazu. Weil die meisten unserer Schüler in kleinen Dörfern leben, kommen sie täglich mit dem Schulbus.
Auf unserem Schulgelände befindet sich eine Schwimmhalle, im Schulgebäude eine Gymnastikhalle. Zur Turnhalle in Wildbergerhütte müssen die Kinder mit dem Bus gefahren werden.
Unsere Arbeit wird, wie an allen anderen Schulen auch, im Wesentlichen durch die folgenden rechtlichen Rahmen-bedingungen und Standortfaktoren bestimmt:
Bei unseren Diskussionen haben wir festgestellt, dass es im wesentlichen sechs Ziele sind, die unsere Arbeit bestimmen. Wir haben sie deshalb unsere "Leitziele" genannt und ihnen alle schulischen Aktivitäten zugeordnet.
Leitziel 5: Wir gestalten eine bewegungsfreudige und gesundheitsbewusste Schule.
Leitziel 1:
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Atmosphäre, die es allen ermöglicht sich in unserer Schule wohlzufühlen und miteinander zu lernen |
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Durch einen kindgerechten Schulanfang soll den Erstklässlern der Einstieg in ihre Schullaufbahn erleichtert werden. So lernen die Kinder ihre künftigen Lehrer/innen schon im Kindergarten bei einem gemeinsamen Mittagessen kennen. Einige Wochen später besuchen die Kinder gemeinsam mit ihren Erzieherinnen die Schule und nehmen am Unterricht in einem ersten Schuljahr sowie am Unterricht der künftigen Erstklassenlehrer/innen d.h. in der Regel im 4. Schuljahr teil. Um solch eine enge Zusammenarbeit mit dem Kindergarten zu gewährleisten, trifft sich das Lehrerkollegium einmal jährlich mit Erzieherinnen aus allen im Schulbezirk gelegenen Kindergärten. In den ersten Schulwochen bis zu den Herbstferien findet ein verkürzter Unterricht statt. Erst nach den Herbstferien tritt ein Stundenplan in Kraft. Der Unterricht im ersten Schuljahr basiert auf spielerischem Lernen, welches durch Zwischenpausen immer wieder unterbrochen wird, um die Kinder nicht zu überfordern und einen sanften Übergang von dem Kindergarten zu gewährleisten. Die Möglichkeit zur Hospitation von Eltern im Unterricht wird angeboten und ist erwünscht. Offene Unterrichtsformen sowie erweiterte Unterrichtsangebote sollen das selbstgesteuerte, von den eigenen Interessen geleitete Lernen des Kindes entfalten. Unsere Schule bietet den Kindern verschiedene, jedes Schuljahr wechselnde Arbeitsgemeinschaften. Daneben können wir nach Unterrichtsschluss eine Betreuungsgruppe anbieten, was von vielen berufstätigen Eltern geschätzt wird. Dort können die Kinder bis 13.10 Uhr u.a. spielen, turnen, schwimmen, kochen oder backen oder auch Hausaufgaben machen. Freie Schüleraktivitäten und das Arbeiten nach einem Tages- oder Wochenplan sollen das selbstständige Arbeitsverhalten der Kinder entwickeln und stärken. Freies Spielen und Arbeiten gelingen aber nur, wenn Regeln eingehalten werden. Das Sich-dran-gewöhnen-müssen, bei freier, selbst gewählter Arbeit an einem Unterrichtsinhalt Regeln einzuhalten, ist eine kaum ersetzbare Erziehungsmöglichkeit. Nur durch das Lernen und Einhalten von Verhaltensregeln ist ein gewaltfreies und soziales Zusammenleben in der Schule und im Leben zu erreichen. Konflikte in der Klasse oder auf dem Schulhof sollen konstruktiv gelöst werden. Dabei versuchen wir, den Kindern Wege zum verbalen Lösen von Streitigkeiten aufzuzeigen. Denn nur ein friedliches Miteinander schafft Raum für ein produktives, mitmenschliches und soziales Lernklima.
Große Bedeutung für das gemeinsame Lernen hat auch die freundliche Gestaltung des Lernortes. Die Schule ist sowohl Raum für Lern- und Spielaktivitäten als auch ein Ort der Geborgenheit. Deshalb legen wir Wert auf einen kindgerechten Schulhof, freundliche und zweckmäßig eingerichtete Klassenräume und eine ansprechende Flurgestaltung.
Um unsere pädagogischen Aufgaben zu erfüllen und uns auch selbst in der Schulatmosphäre wohl zu fühlen, bemühen wir uns um stufenmäßig abgestimmte pädagogische Absprachen und eine fruchtbare Zusammenarbeit.n
Leitziel 2:
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fördern und fordern die Schülerinnen und Schüler in ihren Leistungen |
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Kinder kommen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen in die Schule. Die Verschiedenheit dieser Talente stellt eine der größten Herausforderungen an die Lehrer und Lehrerinnen dar. Denn der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule verpflichtet uns, "alle Schüler unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, in den sozialen Verhaltensweisen sowie in ihren musischen und praktischen Fähigkeitengleichermaßen zu fördern. Das Vertrauen des Kindes in die eigenen Fähigkeiten soll gestärkt werden. Es soll erfahren, dass es etwas kann und ermutigt werden, die ihm möglichen Leistungen zu erbringen.
Damit Kinder ihre Begabungen entfalten können, schaffen wir ein Lernklima, in dem sie angstfrei, selbstbestimmt kreativ und sozial-kooperativ lernen können. Das verlangt von uns, sie in die Unterrichtsplanung einzubeziehen. Sie sollen in den verschiedenen Lernbereichen ihre Fantasie ausleben, handlungsorientiert und produktiv mit dem Lernstoff umgehen können. Diese Möglichkeiten bieten sich nicht nur in Sprache oder Musik und Kunst, sondern auch in Mathematik oder Religion. Fantasiereisen, Imaginations- und Entspannungsübungen sind wichtige Mittel auf diesem Wege.
Während der Förderunterricht der Klassenlehrerinnen und -lehrer sich meist auf die Behebung punktueller Lerndefizite beschränkt, haben wir mit unserem Beratungslehrer einen Fachmann für gezielte längerfristige Hilfen, wie z.B. das Training für lese-rechtschreibschwache Kinder. Aber er bietet auch Eltern und dem Kollegium in allen Fragen seine Beratung an. Wichtig ist uns für die Zukunft aber auch ein gemeinsames Konzept für den Förderunterricht in einer Jahrgangsstufe.
Ganz wichtig ist auch die Möglichkeit, Kindern mit körperlichen bzw. psychomotorischen Defiziten in einem speziellen Sportförderunterricht zu helfen. Eine dafür besonders ausgebildete Kollegin haben wir; der Bedarf wird auch regelmäßig bei der amtsärztlichen Untersuchung festgestellt, aber es mangelte bisher noch an einer Möglichkeit, diesen Unterricht sinnvoll im Stundenplan unterzubringen.
Wir fordern unsere Schülerinnen und Schüler auf vielfältige Weise im Unterricht (Differenzierungsmaßnahmen; offene Unterrichtsformen). Daneben werden sie herausgefordert durch besondere Angebote wie z.B. eine Computer-AG oder den erheblich über den Lehrplan hinausgehenden Englisch-Unterricht. Gerne nehmen sie aber auch die Angebote der verschiedenen AG’s wahr, in denen sie Seidenmalen, Kochen, Werken, Flöten oder eine Schülerzeitung zu gestalten lernen können. Weitere AG’s wie Schach oder Schulgarten konnten bislang aus Mangel an Lehrerstunden nicht angeboten werden, sind aber geplant.
Eine besondere Herausforderung sind auch die vielfältigen Wettbewerbe der verschiedensten Institutionen, an denen sich immer wieder einzelne Klassen beteiligen (z.B.: Umwelttage, Das lesende Klassenzimmer oder Malwettbewerbe).n
Leitziel 3:
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ökologischer Verantwortung und fördern entsprechendes Handeln |
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Jede menschliche Handlung hat Auswirkungen auf andere Menschen, auf Natur und Kultur. Aufbauend auf den vorschulischen Voraussetzungen unserer Kinder aus Familie, Kindergarten, Vereinen und Kirchen wollen wir soziales Handeln und das Tragen von sozialer und ökologischer Verantwortung fördern.
Gute Umgangsformen erleichtern nicht nur das Schulleben. Flegelhaftigkeit und Ellbogenmentalität sind nirgendwo willkommen. Wir wollen erreichen, dass sich Schüler, Lehrer, Eltern und alle, die mit uns in Kontakt treten, gleichermaßen höflich begegnen. Dazu gehören Begrüßung, Verabschiedung, Bitte und Dank, eine Entschuldigung bei Fehlverhalten und vieles mehr.
Ein sehr wichtiges Element ist die Sprache. Wir bemühen uns, verbale Entgleisungen, aber auch die entsprechende Zeichensprache einzudämmen, bzw. erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Darüber hinaus achten wir während des gesamten Unterrichts auf klare Aussprache und das Sprechen in ganzen Sätzen. Das freie Sprechen vor Publikum wird im Erzählkreis oder durch das Vortragen von Gedichten geübt.
Im Erzählkreis, in sachbezogenen Unterrichtsgesprächen, sowie bei der Aufarbeitung von Streitfällen erhalten die Kinder vielfältige Gelegenheiten, eigene Meinungen zu entwickeln und zu vertreten, lernen aber auch, die der andern zu respektieren.
Bei Streitigkeiten zwischen Kindern bemühen wir uns durch die Klärung konkreter Fälle in den Kindern die Einsicht zu wecken, dass sie durch ihr eigenes Verhalten solche Auseinandersetzungen steuern können. Durch die Entwicklung gezielter Streitstrategien versuchen wir, die Kinder zum kritischen Überdenken des eigenen Verhaltens und zum besseren Verständnis der Gegenpartei zu führen.
In einer großen Gemeinschaft wie der Schule geht es nicht ohne Einhaltung bestimmter Regeln ab. Diese Regeln sind in unserer Schulordnung festgehalten. Darüber hinaus entwickelt jede Klasse ihre eigenen Klassenregeln und Sanktionen bei Nichteinhaltung.
Aufbauend auf einer solchen Klassenordnung, die auf den persönlichen Erfahrungen des einzelnen Kindes beruht, ergibt sich ein wachsendes Verantwortungsbewusstsein: Es führt über die Eigenverantwortlichkeit zur Verantwortung für Teilbereiche bis hin zur Übernahme von Aufgaben für die Klassengemeinschaft. Einige Beispiele: Den eigenen Platz in Ordnung halten, benutzte Materialien an ihren Ort zurück bringen, auf Vollständigkeit achten, z. B. bei Puzzles oder anderen Spielen, Blumen gießen, Tafel putzen und vieles mehr.
Wir sind bestrebt, die Kinder zu verantwortungsbewusstem Umgang mit privatem und öffentlichem Eigentum anzuleiten. Eine sorgfältige und pflegliche Behandlung der Schulmaterialien schafft Möglichkeiten zu Ordnungsstrategien und hilft, zwischenmenschliche Spannungen zu vermeiden.
Außerdem kann auf diese Weise besser ein persönlicher Bezug zu bereits erstellten oder noch in Arbeit befindlichen Werken hergestellt werden. Nicht unwesentlich ist auch der finanzielle Aspekt, denn durch einen behutsamen Umgang mit persönlichen oder schuleigenen Materialien können diese länger genutzt werden.
Wir fördern und entwickeln die Achtung vor eigenem und öffentlichem Eigentum und schaffen damit die Voraussetzung dafür, dass sich alle wohlfühlen können in den Klassenräumen, im Schulgebäude, auf Schulhof und Spielplatz, in den Sportstätten, im Schwimmbad und in den Schulbussen.
Wir wollen die Kinder anleiten, sowohl im häuslichen und schulischen Bereich als auch in ihrer erfahrbaren Umwelt, kritisch mit Missständen umzugehen und diese womöglich aktiv zu beseitigen. Die Kinder werden angehalten, Müll zu vermeiden, Abfälle sachgemäß zu sortieren und den Schulhof sauber zu halten. Wir helfen den Kindern, ein persönliches Verhältnis zu Tieren und Pflanzen zu entwickeln und respektvoll mit ihnen umzugehen.
Nicht alle Menschen sind gleich! Es gibt unterschiedliche Begabungen, unterschiedliches Aussehen, verschiedenartige Vorlieben, andersartige Kulturen und außerchristliche Religionen. Wir halten unsere Kinder dazu an, derartige Unterschiede zu respektieren und zu akzeptieren.n
Leitziel 4:
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indem wir das Interesse für das Schul- und Wohnumfeld und für erste kulturelle und religiöse Erfahrungen anbahnen |
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Schul- und Wohnbereich:
Im näheren Bereich unternehmen wir Tageswanderungen, um Ortslagen und die Landschaft der Heimat kennen zu lernen.
Wir besuchen von Fall zu Fall Post, Bäckerei, Tankstelle oder Feuerwehr.
In Zusammenarbeit mit dem Bezirksbeamten der Polizei (z.Z. Herr Schwemke) zeigen die Schüler ihr Können beim Radfahren auf ausgewählten Straßen in Wildbergerhütte – Bergerhof. Polizeibeamte üben mit den Schülern das sichere Überqueren der Siegener Straße.
Unsere Klassen schauen über den engeren Wohn- und Schulort hinaus. So besuchen wir z. B. das Rathaus in Denklingen, den Affen und Vogelpark in Eckenhagen, das Schloss Homburg in Nümbrecht und das Wasserwerk an der Wiehltalsperre.
Einige Klassen verlassen gelegentlich die Heimat und erkunden auf Fahrten mit Übernachtungen in Jugendherbergen o. ä.
Landschaften in Nordrhein – Westfalen, im nahen Rheinland – Pfalz, sogar in den ferneren Niederlanden in Roden (niederländische Partnergemeinde von Reichshof).
Religiöse Erfahrungen:
Feste Bestandteile unseres Programms sind eine gute Zusammenarbeit mit den evangelischen Kirchengemeinden Odenspiel und Heidberg und der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius.
Gemeinsame Absprachen, ökumenische Schulgottesdienste und wechselseitige Begleitung von Religionsunterricht und Jugendarbeit sind ihr Ausdruck.
Kinder der christlichen Konfessionen besuchen ökumenische Schulgottesdienste in der katholischen Pfarrkirche St. Bonifatius:
Gemeinschafts-Grundschule geht gemeinschaftlich zum Gottesdienst:
Vor der Einschulung (Erstklässler, ihre Angehörigen und die Klassenlehrer), St. Martin (1. und 2. Schuljahr), Weihnachten (alle), Ostern (3. und 4. Schuljahr), Schuljahresende (alle).
Nach Möglichkeit nehmen Klassenlehrerinnen der dritten Schuljahre an der Ersten Heiligen Kommunion ihrer Schüler teil.
Kulturelle Erfahrungen:
Regelmäßig kommen kleine Theater (Puppentheater, Zauberer u. a. in die Schule. Kindertheater der verschiedenen Bühnen des Umlandes werden gerne besucht.
Dozenten der Musikschule Waldbröl unterrichten in unseren Räumen auch unsere Kinder nachmittags in Klavier, Gitarre und verschiedenen Blasinstrumenten.
Lesen macht noch mehr Spaß, wenn dies ab und an nachts in der Schule geschieht (Lesenacht) oder an dem Wettbewerb "Lesendes Klassenzimmer" teilgenommen wird.
Wünschenswert ist eine Begegnung mit der Bildenden Kunst (Kunstkabinett), und die Intensivierung der Beziehungen zu den Musikkapellen und den Trägern kirchlicher Jugendarbeit.
Lesungen von Kinderbuch – Autoren würden Kindern und Erwachsenen einen größtmöglichen Zugang zur Lektüre von Büchern erschließen.n
Leitziel 5:
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bewegungsfreudige und gesundheitsbewusste Schule |
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In unserer Schule wird Bewegung "groß" geschrieben. Selbstverständlich sind die drei wöchentlichen Sportstunden fest im Stundenplan aller Klassen verankert. Die Kinder haben in der Woche eine Doppelstunde Sport, die abwechselnd in der Schwimmhalle oder in der großen Turnhalle von Wildbergerhütte stattfindet. Das bedeutet, dass vom ersten Schuljahr an auch Schwimmunterricht erteilt wird. Für die Einzelstunde steht die kleinere Gymnastikhalle zur Verfügung. Bei schönem Wetter findet der Sportunterricht im Freien statt . Direkt an unserer Schule haben wir eine Laufbahn, eine Sprunggrube und Rasenflächen für Spiele. Der große Anteil von Sportlehrern in unserem Kollegium ermöglicht, dass alle Klassen von ausgebildeten Fachlehrern unterrichtet werden.
Weitere Angebote, die fest im Stundenplan enthalten sind, sind z.B.:
So versuchen wir auch im ganz normalen Mathematik-, Sprach- oder Musikunterricht, dass Kinder sich in einem thematischen Zusammenhang bewegen können.
Stationsbetrieb, Werkstattunterricht, Schleich- oder Mülldiktate sind nur einige Beispiele dafür, wie wir dem Bewegungsdrang der Kinder entgegen kommen.
Für besonders bewegungsdurstige Schüler stehen bei Bedarf Sitzbälle zur Verfügung.
Vor allem im 1. Schuljahr gehen wir mit den Kindern für kurze Zwischenpausen nach draußen, kurze aber intensive Laufspiele machen das Aufpassen im anschließenden Unterricht wieder leichter.
Übungen zur Stille sind in diesem Leitsatz kein Widerspruch. Spannung und Entspannung stehen in enger Beziehung zueinander. In unserer reizüberfluteten Zeit wollen wir den Kindern die Möglichkeit bieten, die eigenen Empfindungen wahrzunehmen, innere Unruhe abzulegen und die wohltuende Wirkung von Stille zu erkennen. Übungsformen sind hier z.B. Phantasiereisen oder Mandalas malen.
Zur gesunden Entwicklung der Kinder müssen aber auch Bewegungsfreude und vernünftige Ernährung Hand in Hand gehen. Schon auf den Elternabenden im 1. Schuljahr weisen wir die Eltern auf die Bedeutung eines gesunden Frühstücks hin. Dieses Thema wird dann im Unterricht des 2. Schuljahres mit den Kindern aufgegriffen. Unterstützt werden wir dabei von einer Ernährungsberaterin des Gesundheitsamtes. Zu diesen Aktionen sind interessierte Eltern stets mit eingeladen.
Ein weiterer fester Bestandteil unserer Gesundheitserziehung ist die Zahnpflege. Wir unterstützen den Schulzahnarzt, der einmal im Jahr zur Zahnkontrolle kommt, durch Aktionen (Teilnahme am blend-a-dent Wettbewerb oder Besuch des Gesundheitsamtes Gummersbach) um das richtige Zähne putzen zu lernen.
In unserer Schule werden über den normalen Unterricht hinaus zahlreiche Sonderveranstaltungen durchgeführt, die alle unter dem Motto "Bewegung und Gesundheit" stehen :
Leitziel 6:
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die sich für uns interessieren und unsere Arbeit unterstützen |
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Kontakte und Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen bereichern die Rahmenbedingungen für unsere Arbeit mit den Schülern.
Einer der wesentlichsten Punkte dabei ist die Elternmitarbeit.
Sie beschränkt sich nicht auf das jahrelange zuverlässige und kooperative Mitwirken in den einzelnen Elterngremien (Klassen- und Schulpflegschaft, Schulkonferenz).
Bei außerordentlichen Unterrichtsvorhaben wie Projektwochen und Schulfesten geht der Einsatz der Eltern teilweise so weit, dass sie sich, um helfen zu können, sogar Urlaub nehmen. Sie gestalten und führen eigene Projekte durch und unterstützen die Schule auch bei anderen Anlässen, z. B. beim Schwimmunterricht, beim Eislaufen, bei der Weihnachtsbäckerei, bei Bastelarbeiten, bei Ausflügen usw.
Besonders froh sind wir über unsere Schülerbücherei, die gänzlich von Eltern betreut wird.
Weitgehend durch Eltern- oder Lehrerkontakte entstanden ist auch das Schulsponsoring. Einige Unternehmen in der Umgebung beteiligen sich mit großzügigen Geld- oder Sachspenden an Festen, Ereignissen oder Ausrüstung der Schule.
Von Elternspenden lebt auch unser Förderverein, der uns oft maßgeblich finanziell und auch handwerklich unterstützt.
Andere Angebote aus der Wirtschaft, z. B. Sparkassen, Forschungskreise oder große Firmen versorgen uns meist unentgeltlich mit Lern- und Lehrmitteln, die uns die Arbeit erleichtern.
Regelmäßig stellen uns Vertreter großer Verlage neues Unterrichtsmaterial vor.
Wir stehen nicht nur in regelmäßigem Kontakt mit den Kindergärten der Umgebung, wir verfolgen auch den weiteren Weg unserer Kinder, wenn sie bei uns entlassen wurden. So tauschen die ehemaligen Klassenlehrer sich in den Erprobungsstufenkonferenzen mit den KollegInnen der weiterführenden Schulen aus.
Willkommen sind auch Schüler der elften Klassen der Gymnasien oder Gesamtschulen der Umgebung, oft ehemals selbst Schüler unserer Schule, die bei uns ihr Praktikum absolvieren können.
Viele neue Ideen erhalten wir auch von Referendaren in ihrer zweijährigen Lehramtsanwärterzeit, in der wir durch sie Kontakt zum Lehrerseminar in Engelskirchen bekommen.
Gemeinsam mit der Polizei und mit Unterstützung einiger Eltern gestalten wir die Verkehrserziehung und im 4. Schuljahr die Radfahrausbildung mit der abschließenden Radfahrprüfung in der Verkehrswirklichkeit.
Viel liegt uns auch an den Kontakten zu den örtlichen Vereinen, wobei in der Vergangenheit das Verhältnis zur DLRG-Gruppe, zum Fußball- und zum Tennisverein sowie zur Musikschule besonders kooperativ war.
In naher Zukunft wollen wir versuchen, neue Verbindungen zu anderen Vereinen in unserer Umgebung zu entwickeln und die bisherigen zu intensivieren, so z. B. zur Feuerwehr und ihren Musikkapellen sowie zu den Abteilungen des SSV Wildbergerhütte, die in unserer Gymnastikhalle Selbstverteidigung anbieten (Karate, Judo).
Auch im Bereich Mädchenfußball haben wir durch die Initiative einer engagierten Kollegin Kontakte zu einem Nachbarverein, der einen großen Teil seiner Spielerinnen aus unserer Schule rekrutiert.
Zudem werden wir mit den kirchlichen Jugendeinrichtungen der Ev. Kirchengemeinden Heidberg und Odenspiel und der Kath. Kirche St. Bonifatius engere Beziehungen knüpfen.
Für die Zukunft ergeben sich noch weitere Möglichkeiten, sich als Schule zu öffnen und in der pädagogischen Arbeit sowie in der Kommunikation auszutauschen:
So ist es uns ein Anliegen, den Kindern den Umgang mit einem Computer nahezubringen, auch denjenigen, die zu Hause keinen haben. Aus diesem Grund haben wir einen Computerraum eingerichtet. Demnächst werden wir moderne Computer besitzen, mit denen wir dann ins Internet gehen können. Damit erschließen wir den Kindern neue Infor-mationsquellen und bereiten sie auch auf das Lernen in den weiterführenden Schulen vor.
Auch Kontakte zu anderen Schulen und damit verbundene Partnerschaften zwischen einzelnen Klassenstreben wir an.
Zukünftig ist ein gemeinsamer Wandertag der gesamten "Schulfamilie" mit anschließendem Grillfest zu Beginn oder als Abschluss des Schuljahres vorgesehen. Es bestehen auch schon Überlegungen, die Väter aktiver an unserem Schulleben zu beteiligen.n
Dies sind die Ziele und die Inhalte, die wir uns für unsere Arbeit gesetzt haben und auch schon verwirklichen. Noch werden wir nicht jedem Kind wir im Laufe seiner Grundschulzeit alles anbieten können, was wir aufgeführt haben. Aber Vieles davon wird es in dieser Zeit bei uns erfahren, erleben und entdecken.
Wir sind uns dessen bewusst, dass wir uns in der Umsetzung unseres pädagogischen Konzeptes auf einem Weg befinden, der eine ständige Entwicklung und Weiterarbeit von uns verlangt. Auf den ersten Schritt dazu – die Bestandsaufnahme in Form dieses Schulprogramms – wird deshalb der nächste folgen müssen, in dem wir uns klar werden müssen, wie wir im Sinne der Sicherung und Steigerung der Qualität unseres Unterrichtes weiter verfahren wollen.
Die Diskussion der einzelnen Leitziele
hat gezeigt, dass in Folge der Entwicklung der modernen Didaktik und Methodik
Fortbildungsbedarf besteht. Deshalb haben wir beschlossen, künftig
regelmäßige kollegiums- bzw. schulinterne Fortbildungen zu organisieren,
die einem gemeinsam vereinbarten Konzept folgen sollen. Darüber hinaus
sollte jede Kollegin bzw. jeder Kollege eine individuelle Fortbildung absolvieren
und das Kollegium darüber informieren. So werden alle über die
gemeinsamen Fortbildungen hinaus an vielfältigen anderen beteiligt,
die der einzelne nicht wahrnehmen könnte. Der damit verbundene Zuwachs
an Wissen und Erfahrung wird sich, wenn die erforderliche kritische Reflexion
unserer Arbeit zu konkreten Ergebnissen geführt hat, dann auch im
Schulprogramm niederschlagen.n
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